Ein besonderer Schwerpunkt lag auf einem wichtigen Meilenstein im Verbundprojekt Biogene und industrielle Luft: Der halbtechnische Reaktor zur photonischen Reinigung von Industrieabluft wird vom phoTECH-Team an der MFPA Weimar betrieben und derzeit für umfassende Messkampagnen vorbereitet.
Gemeinsam mit den Projektpartnern Lynatox GmbH sowie Metall & Lüftungsbau Chemnitz wurde ein Prüfstandsetting entwickelt, das realistische und reproduzierbare Untersuchungen unter praxisnahen Schadstoffkonzentrationen ermöglicht. Ziel ist es, photonische Luftreinigungsprozesse unter anwendungsnahen Bedingungen systematisch zu untersuchen und weiterzuentwickeln.
Im Fokus der Reaktorentwicklung standen insbesondere:
- die Optimierung der Strömungsmechanik
- die gezielte Gestaltung der Bestrahlungssituation
- die Weiterentwicklung der Reaktorgeometrie
- sowie die Prozessoptimierung zur Vermeidung von Transformationsprodukten
Der Reaktor wird durch eine Vielzahl chemischer und physikochemischer Sensoren überwacht. Eine automatisierte Emissionseinrichtung ermöglicht die definierte Einbringung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) in den Gasstrom. Sämtliche Prozess- und Sensordaten werden in Echtzeit erfasst und ausgewertet, wodurch eine präzise Steuerung und Analyse der luftreinigenden Prozesse gewährleistet ist.
Mit diesem Versuchsaufbau wird eine belastbare Grundlage geschaffen, um photonische Luftreinigungstechnologien gezielt weiterzuentwickeln und ihre Anwendung in industriellen Kontexten voranzutreiben.
Der Besuch unterstreicht die Bedeutung innovativer Technologien für die Reduktion von Luftschadstoffen und zeigt, wie Forschung im phoTECH konkret zur Lösung aktueller Umwelt- und Industrieherausforderungen beiträgt.








